Wie kam es zum Namen des Wettbewerbs ?

1819 hatte der Wiener Musikverleger und Komponist Anton Diabelli alle namhaften österreichischen Komponisten gebeten, für seine Veröffentlichung Vaterländischer Künstlerverein Variationen über ein von ihm vorgegebenes Thema zu schreiben. Insgesamt 51 Komponisten und Pianisten schickten Variationen, außer Beethoven, u.a. Franz Schubert, Erzherzog Rudolf von Österreich, Franz Xaver Wolfgang Mozart, Moritz Graf von Dietrichstein, Heinrich Eduard Josef Baron von Lannoy, Ignaz Franz Baron von Mosel, Carl Czerny, Johann Nepomuk Hummel, Ignaz Moscheles. Auch der junge Franz Liszt bekam ein Exemplar und lieferte dazu eine Variation.
Die Idee des Anton Diabelli ist hervorragend: Die Variationen basieren alle auf einem gemeinsam vorgegebenen Walzer und der Vorgabe der Instrumentierung, nämlich in diesem Fall: Klavier. Die gelieferten Variationen sind nun tatsächlich von sehr unterschiedlichem Charakter und doch vergleichbar. Das Ergebnis hat entsprechend einen hohen Charme für den Zuhörer.

Dies ist die Grundlage auch für unseren Wettbewerb. Somit wird das Projekt passenderweise „Diabelli-Wettbewerb“ genannt, wobei das Ziel des Wettbewerbs nicht wie bei Diabelli in der Bearbeitung seines Werkes und zeitschriftlichen Veröffentlichung der Variationen besteht, sondern in der online Bekanntmachung möglichst vieler Komponisten und der Schaffung einer Öffentlichkeit für deren Werke.